
Die gebürtige Wienerin entdeckte während zahlreicher Italienaufenthalte ihre Liebe zur Kunst und machte ihre Leidenschaft zu ihrem Beruf: Das Vermitteln des italienischen Lebensgefühls und ihres Interesses für Kunst standen von da an im Mittelpunkt ihrer Bestrebungen.
Sie absolvierte das Examen zur staatlich geprüften Fremdenführerin und arbeitete sowohl während ihrer
Ausbildung als auch einige Zeit danach im renommierten Ausstellungshaus Bank Austria Kunstforum als Kunstvermittlerin. Während dieser Zeit setzte sich Melanie Thiemer vor allem mit der klassischen Moderne auseinander und entwickelte durch die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Zielgruppen – von Führungen für Kinder bis hin zu Führungen für Unternehmen – ihren ganz persönlichen und sehr leidenschaftlichen Führungsstil. In dieser Zeit wurden auch die Weichen für ihr späteres Schaffen gestellt.
Durch ihre Ausbildung zur Fremdenführerin ist Melanie Thiemer dazu befähigt, ihre Kunden sowohl in deutscher als auch in italienischer Sprache durch die österreichische Kulturlandschaft zur „führen“. Es war ihr jedoch von Anfang an klar, dass sie keine Führungen im Sinne des Massentourismus veranstalten möchte, sondern ihre eigenen Führungen zu den unterschiedlichsten Themen, wie bspw. dem italienischen Wien, kreieren möchte. Dass diese Entscheidung richtig war, ließ sich an der immer größer werdenden Nachfrage sehr bald erkennen.
Im Herbst 2004 gründete sie “ART and the CITY“ und begann sehr bald damit, erste Spezialkompositionen zu organisieren. Als Weiterentwicklung dieser ersten Gehschritte abseits der Norm wurden spezielle Inszenierungen in das Angebotsportfolio von „Art and the City“ aufgenommen. Durch die Auseinandersetzung mit Marlene Dietrich, Josephine Baker und vor allem ALMA MAHLER WERFEL, wurde man auf Melanie Thiemer aufmerksam. Die Drehbuchautorin und Regisseurin Susanne Freund entdeckte und engagierte Thiemer für die Dokumentation „BIG ALMA“, die in TV-Sendern ORF und ARTE ausgestrahlt wurde.
Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Der Kundenstock wuchs stetig an, immer mehr Führungen wurden in das Programm aufgenommen.
Die erste Inszenierung entstand im Jahre 2006 und trug den Titel „Mozart, Musen und
Mieder“. Zu dieser Zeit veranstalte Melanie Thiemer ihre Inszenierungen noch aus Eigeninitiative für Privatkunden.
Kurze Zeit später wurde sie vor allem von großen Unternehmen, den Organisatoren des Finanzkongresses, des Chirurgenkongresses, aber auch von Künstlern engagiert, Inszenierungen für sie zu organisieren, um ihren Kunden etwas Besonderes, Einzigartiges und Neuartiges bieten zu können. Thiemers im wahrsten Sinne des Wortes erlebbaren Inszenierungen – die vor allem Unternehmen die Möglichkeit bieten, sich unter Berücksichtigung ihrer eigenen Firmenphilosophie in einem künstlerischen/ kulturellen Korsett zu präsentieren – nehmen heute einen großen Platz innerhalb ihrer Aktivitäten ein. Wichtig ist Melanie Thiemer dabei nicht nur die jeweilige Entwicklung und Regie, sondern auch die eigene Durchführung auf der Bühne, wo sie durch ihre Erzählkunst als Bindeglied aller dramaturgischen Akzentuierungen fungiert.
Mit dem einzigartigen Projekt “Schüler für Schüler - Kunstschätze(n) unter dem Hammer“ gelingt Melanie Thiemer 2006 ein herausragender kreativer Kunstgriff. Sie gewinnt das älteste Auktionshaus der Welt, das Dorotheum, als Kooperationspartner für das integrative Kunstprojekt. Als Botschafterin des Projekts konnte Bundesministerin Dr. Claudia Schmied gewonnen werden.
2008 überschreitet dieses Projekt auch Österreichs Grenzen und wird von Melanie Thiemer in adaptierter Form mit der Sparkasse Hochrhain in Deutschland und dem weltberühmten Museum der Foundation Beyeler in Riehen bei Basel durchgeführt.
Neben all ihren Aufgaben innerhalb des Kulturmanagements und der Kunstvermittlung wurde Melanie Thiemer weiters als Referentin an der pädagogischen Hochschule Wien zum Thema „EUROPA IN WIEN ERLEBEN“ engagiert. 2008 wurde sie überdies vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur zum Mitglied des Beirates für Museumsförderung bestellt.